Villen in Neugruna

Zwischen Landgraben, Altenberger Straße und dem Johannisfriedhof lagen das Dorf Praschütz (1307 Praschytz aso. Leute eines Pravek oder Pravoš), vermutlich an der Kreuzung Schandauer / Ludwig-Hartmann-Straße, und das Vorwerk Grünpraschütz, die 1310 als wüst nachzuweisen sind. Die Bauern von Gruna und Seidnitz, wohl auch die von Striesen und Blasewitz, teilten sich in die Wüstung und nutzten die schmalen Flurteile als Bauernbusch. Als nach 1871 der Landgraben einen neuen Lauf erhielt und nach der Spohrstraße verlegt wurde, begannen Unternehmer sich für das Grunaer Tännicht zu interessieren, darunter der Musikkritiker LUDWIG HARTMANN, Sie erwarben Waldparzellen, teilten sie in Grundstücke auf und verkauften sie als Bauplätze, nachdem sie mit Hilfe der von ihnen begründeten Baugesellschaft Daheim 1876 fünf Straßen durch den Wald gelegt hatten. Neugruna wurde Wohnbezirk der Arbeitskräfte für die Striesener Industrie. Der alte Ziegelweg von Blasewitz nach Seidnitz, der das entstandene Straßennetz diagonal querte, mußte auf Anordnung der Amtshauptmannschaft 1896 ausgebaut werden und heißt seitdem Altenberger Straße.

Die Kinder Neugrunas besuchten die Blasewitzer Schule, bis 1876 der Dresdner Eierhändler JOSEPH TRAUBE in seinem Grundstück Tauscherstraße Klassenzimmer und Lehrerwohnung zur Verfügung stellte. Die anfangs zweiklassige Schule wuchs rasch an, blieb aber noch bis 1900 unzureichend in verschiedenen Mieträumen untergebracht: Im Hinterhaus Hofmannstraße 18, Altenberger Straße 19 und Tauscherstraße 16. 1907-09 errichtete der Stadtbaurat HANS ERLWEIN die heutige 32. Grund- und Mittelschule, Hofmannstraße 34.

Der Erlwein-Bau der 32. Grund- und Mittelschule

Der Erlwein-Bau der 32. Grund- und Mittelschule

Neubauten in Anlehnung an die Toskana

Neubauten in Anlehnung an die Toskana

Die bekannte Gaststätte" Linie 6"

Die bekannte Gaststätte" Linie 6"

 

JGL 31.12.2002